Gebühren & Gewinn · Zuletzt aktualisiert 13. Sept. 2026
eBay-Gebühren für gewerbliche Verkäufer: Stand September 2026
Von Velno · Quellen geprüft am 13. Sept. 2026
Für gewerbliche Verkäufe auf eBay.de gibt es keinen einheitlichen Gebührensatz. Entscheidend sind die konkrete Kategorie, der Artikelzustand und mögliche Sonderkonditionen. Dieser Beitrag betrachtet Verkäufer mit Sitz in Deutschland, Lieferung innerhalb Deutschlands und Abrechnung in Euro.
Die folgenden Beispiele trennen die Verkaufsprovision von weiteren Kosten. Eine eBay-Auszahlung ist noch kein Gewinn: Einkauf, Versand, Werbung und betriebliche Kosten müssen zusätzlich berücksichtigt werden.
Was hat sich seit Juli oder August 2026 geändert?
Seit 1. Juli gelten in ausgewählten Kategorien neue einheitliche Prozentsätze statt der bisherigen Staffelung. Die Tabelle zeigt eine Auswahl für Neuware bei Top-Bewertung oder überdurchschnittlichem Servicestatus. Bestimmte gebrauchte und aufbereitete Artikel fallen in den aufgeführten Kategorien unter einen Satz von 5 %. Maßgeblich ist die genaue Zustandszuordnung bei eBay.
Die geprüften Seller News für August und September nennen keine weitere allgemeine Gebührenumstellung. Der Juli-Stand ist auch in der aktuellen Gebührenübersicht enthalten. Das ist keine Aussage über individuelle Aktionen oder Sondervereinbarungen.
| Kategorie | Kategorie-ID | Neuware |
|---|---|---|
| Computer, Tablets & Netzwerk (Geräte) | 58058 | 7 % |
| Handy-Zubehör | 9394 | 12 % |
| Garten & Terrasse | 159912 | 13 % |
| Heimwerker | 3187 | 13 % |
| Möbel & Wohnen | 11700 | 14 % |
| Büro & Schreibwaren | 9815 | 14 % |
Wie berechnest du die Verkaufsprovision?
Berechnungsbasis ist der gesamte Käuferbetrag einschließlich berechneter Versandkosten und Umsatzsteuer. Bei einer Bestellung kommen zum Kategorieanteil 0,35 € bis einschließlich 10 € beziehungsweise 0,45 € über 10 € hinzu. Diese Festbetragänderung gilt bereits seit 12. Februar 2026.
Für eine Bestellung mit einem Artikel und einem einheitlichen Prozentsatz lautet die Rechnung: Käuferbetrag × Kategorie-Prozentsatz + Festbetrag. eBay veröffentlicht die Gebührensätze ohne Umsatzsteuer. Zubehör kann eine andere Provision als die übergeordnete Gerätekategorie haben.
Was kosten 30 € Bestellwert konkret?
Modell: ein neuer Artikel, 30 € gesamter Käuferbetrag, keine Rabatte, keine Anzeigen und keine Servicezuschläge. Auf die errechnete Nettogebühr setzen wir 19 % deutsche Umsatzsteuer an. Der Gebühren-Bruttobetrag wird kaufmännisch auf Cent gerundet. Die tatsächliche Abrechnung kann bei mehreren Positionen durch Rundungen abweichen.
| Kategorieanteil | Gebühr netto | Gebühr inkl. 19 % USt | Rest nach dieser Gebühr |
|---|---|---|---|
| 7 % | 2,55 € | 3,03 € | 26,97 € |
| 12 % | 4,05 € | 4,82 € | 25,18 € |
| 13 % | 4,35 € | 5,18 € | 24,82 € |
| 14 % | 4,65 € | 5,53 € | 24,47 € |
Warum ist der Restbetrag noch kein Gewinn?
Nehmen wir das 14-%-Beispiel und ergänzen frei gewählte Kosten: 16 € Wareneinkauf, 3 € tatsächlicher Versand und 0,50 € Verpackung. Bei einem Verkäufer ohne Vorsteuerabzug ergibt sich auf dieser vereinfachten Bruttobasis: 30,00 − 5,53 − 16,00 − 3,00 − 0,50 = 4,97 €. Das sind 16,57 % des Käuferbetrags. Es ist ein verbleibender Betrag vor weiteren Kosten, keine versprochene Gewinnmarge.
Bei einem regelbesteuerten Händler muss die Kalkulation konsistent auf Nettobasis erfolgen. Unter der zusätzlichen Annahme, dass Verkauf, Einkauf, Versand und Verpackung jeweils 19 % enthalten und die Vorsteuer vollständig abzugsfähig ist, ergibt sich: (30 − 16 − 3 − 0,50) / 1,19 − 4,65 = rund 4,17 €. Die Umsatzsteuer auf den Verkauf und die Umsatzsteuer auf eBay-Gebühren sind zwei verschiedene Positionen.
In beiden Modellen fehlen beispielsweise Shop- und Softwarekosten, Rückgaben, Lagerkosten und Arbeitszeit. Wer monatliche Kosten auf Bestellungen verteilt, sollte die tatsächlich erwartete Bestellzahl verwenden und die Annahme regelmäßig überprüfen.
Welche weiteren Gebühren gehören in die Kalkulation?
Prüfe Angebotsgebühren, Shop-Abonnement, gewählte Zusatzoptionen und etwaige Servicezuschläge separat. Bei Lieferung in Deutschland fällt in diesem Szenario keine internationale Gebühr an. Ein Verkauf in einer anderen Währung oder ins Ausland braucht eine eigene Rechnung.
Bei Anzeigen musst du zwischen Kampagnenarten unterscheiden: Die Basis-Strategie wird auf Grundlage zurechenbarer Verkäufe abgerechnet; Premium arbeitet mit Klickkosten. Ein Werbeklick kann dort auch ohne anschließenden Verkauf Geld kosten. Rechne deshalb mit den tatsächlichen Werbeausgaben des ausgewerteten Zeitraums.
So prüfst du deine nächste Kalkulation
Notiere Kategorie-ID, Artikelzustand, Käuferbetrag und deinen Servicestatus. Vergleiche die erste echte Abrechnung mit deiner Vorabrechnung. Halte Gebühren und Einkaufskosten getrennt fest, damit eine spätere Erstattung oder Werbebuchung nachvollziehbar bleibt.
- Verwende den konkreten Kategorie-Satz statt eines Durchschnittswerts.
- Rechne den Festbetrag pro Bestellung und die Gebühren-Umsatzsteuer ein.
- Vergleiche deine Modellrechnung mit der eBay-Abrechnung; diese ist für den tatsächlichen Einzug maßgeblich.
Das Wichtigste
- Prüfstand: 13. September 2026; die behandelte Kategorieänderung gilt seit 1. Juli.
- Netto-Gebühr, tatsächlicher Einzug und betrieblicher Gewinn sind unterschiedliche Größen.
- Die Beispiele sind berechnete Szenarien mit ausdrücklich genannten Annahmen.
Häufige Fragen
Gilt überall 14 %?
Nein. Die Tabelle enthält bereits unterschiedliche Sätze. Weitere Kategorien, Zustände, Rabatte und Sonderfälle müssen in der offiziellen Übersicht geprüft werden.
Ist bei genau 10 € schon 0,45 € fällig?
Nein. Die Grenze lautet über 10 €. Bei genau 10 € beträgt der feste Anteil 0,35 € netto. Der Kategorieanteil kommt hinzu.
Bedeutet kostenloser Versand keine Provision auf Versand?
Nein. Wird der Versand in den Artikelpreis eingerechnet, bleibt dieser Betrag Bestandteil des Käuferbetrags.
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